Transformative Geographische Bildung ist in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Impuls für die Weiterentwicklung geographischer Lehr- und Lernprozesse geworden. Mit der konsequenten Fokussierung sozial-ökologischer Schlüsselprobleme und multipler Krisen sowie ihrem kritisch-emanzipatorischen und handlungsorientierten Bildungsanspruch verweist sie auf die Notwendigkeit, zu einer gerechten und zukunftsorientierten Transformation von Gesellschaft und Mensch-Umwelt-Verhältnissen beizutragen.
Vor diesem Hintergrund zielt das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Wissenschaftliche Netzwerk darauf, die ethischen, pädagogischen und methodischen Dimensionen transformativer Bildung zu erschließen, verschiedene Zugänge zu einem übergeordneten Orientierungsrahmen weiterzuentwickeln und die deutschsprachige Diskussion mit internationalen Debatten zum transformativen Lehren und Lernen zu verknüpfen.




24.-26.06.2026
KICK-OFF
Rauenthal
Wie kann geographische Bildung auf eine Welt reagieren, die sich tiefgreifend verändert? Mit dieser Frage startete das DFG-Netzwerk im Juni 2026 in seine gemeinsame Arbeit. Diskutiert wurde über planetare Perspektiven, Gerechtigkeit und Macht, Verantwortung und Zukunft, aber auch darüber, welche Begriffe, Geschichten und Bildungspraktiken helfen können, Wandel anders zu denken.
Wir leben in einer Welt, die massiv beschädigt ist – und umfängliche Reparaturen einfordert, sofern sie uns Menschen auch weiterhin beherbergen soll. In dieser Situation gilt es, Orientierungen für pädagogisches Handeln zu bieten und Bildungsprozesse so zu gestalten, dass sie zu einer Linderung der planetaren Verletzungen beitragen können. Diesem Buch liegt daher das Anliegen zugrunde, hoffnungsvolle Wege für eine geographische Bildung in Zeiten tiefgreifender sozialer, politischer, ökonomischer und ökologischer Krisen aufzuzeigen.
Handbuch Transformative Geographische Bildung
September 2026
HGD-Symposium Zürich
Transformative Bildung war auch auf dem HGD-Symposium in Zürich vom 10.-12. September 2026 ein viel diskutiertes Thema. Das Netzwerk war dort mit mehreren Mitgliedern vertreten, die mit spannenden Vorträgen unterschiedliche Perspektiven eingebracht haben.
13.-17.09.2027
dkg'27
Bonn
Das Motto des dkg'27 in Bonn lautet "Kritische Zonen". In kritischen Zonen verdichten sich komplexe Prozesse, Konflikte und Widersprüche. Hier werden entscheidende Weichen für die Zukunft gestellt.
Um in diesem Kontext auch die Perspektive einer transformativen geographischen Bildung einzubringen, wird das DFG-Netzwerk mit einer eigenen Sitzung vertreten sein.



